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OGHI

Sozialprojekt „Zwei technologisch fortschrittliche Prothese für Oghi“
Mailand, 14. September 2009, lesen Sie dazu das Informationsblatt der FIOTO

Projekt „Zwei technologisch fortschrittliche Prothese für Oghi“

„ Ich möchte Ihnen ein seltenes Beispiel der Zusammenarbeit verschiedener Non-Profit-Akteure erzählen, die durch gemeinsames Vorgehen anhand der Fähigkeiten jedes einzelnen und gemäß der unterschiedlichen Gegebenheiten und unterschiedlichen Anwendungsgebiete, das Maximum bei einem humanitären Projekt erreicht haben“.

WEBSITE/Website Roadrunnerfoot/AttivitA/Oghi/FRF0138 sito.jpgNADIANSUREN OTGONGEREL. „OGHI“, geboren in der Mongolei am 19.12.1976, an Phokomelie erkrankt und aus wirtschaftlicher Sicht in armen Verhältnissen lebend, hat im Oktober 2008 in Arvaikheer durch Pater Giorgio Marengeo der Missionare „Della Consolata“, die seit einigen Jahren in der Mongolei tätig sind, (http://www.mongolia.it/articoli.htm) Dr. Claudio Benetton kennen gelernt. Im Anschluss an diese Reise war Dr. Benetton sehr beeindruckt von der Unternehmungslust des Mädchens, das ohne ihre Beine und Hände in ihren Bewegungen, beim Ankleiden, bei der Körperpflege und beim Essen absolut unabhängig war. Als er aber sah, welche Schwierigkeiten sie aufgrund der geringen Funktionsfähigkeit und des hohen Gewichtes ihrer Prothesen hatte, entschied er sich, dem Mädchen in irgendeiner Form zu helfen.

Nachdem ein Artikel in einer Zeitung erschienen war, lernte Dr. Claudio Benetton den amputierten Ing. Daniele Bonacini kennen, der die Roadrunnerfoot Engineering srl gegründet hatte, um den Nutzern die Technologie zugänglich zu machen und der auch Mitglied von „Disabili No Limits“ ist, einer Non-Profit-Vereinigung, die sich zum Ziel gesetzt hat, bedürftigen, behinderten Menschen Hilfsmittel zu spenden. Er entschied sich, mit ihm Kontakt auszunehmen und gemeinsam versprachen sie sich, OGHI zu helfen. Dank einer kleinen Spende des Roten Kreuzes von Montebelluna und des Lions Clubs von Valdobbiadene (Tarvisio), zur Deckung der Produktionskosten der Teile und der Lohnkosten, insbesondere aber dank des Willens und der Bereitschaft des Pirola-Orthopaediebetriebes, der seit drei Generationen von der Familie Pirola geleitet wird, die seit 60 Jahren in Monza ansässig ist und bereit war, die Herausforderungen anzunehmen, die sich in der Orthopädie stellen, war es möglich, zwei orthopädische, technologisch fortschrittliche Prothesen herzustellen: wir haben das Gewicht der Prothesen gegenüber den von OGHI benutzten verringert (2,5 kg im Vergleich zu 5 kg der vorherigen) und haben an die Prothesen von OGHI zwei Fußprothesen aus akkumulierter Kohlefaser mit Energierückgabe montiert, die es OGHI ermöglichen, flüssig und ohne hohen Energieaufwand zu gehen.
Es muss nicht gesagt werden, dass man in den Augen von OGHI lesen konnte, wie glücklich sie war, als die Prothesen fertiggestellt waren. Es waren die gleichen glücklichen Augen, wie bei den Kindern, wenn sie die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum sehen.

Vielleicht dient diese Episode als Auftakt für größere Unternehmungen, wie die der Lieferung von Prothesen nach Afrika, einem Thema, dass „DISABILI NO LIMITS“ sehr am Herzen liegt und für das unsere Vereinigung seit nunmehr zwei Jahren kämpft, damit das notwendige Geld zusammenkommt, damit Prothesen westlichen Konzepts zu Kosten von ca. 250 EURO geliefert werden können.

Ein Dankeschön an alle, die teilgenommen und das Projekt unterstützt haben.

„Jedes Mal, wenn wir uns die Schuhe zuschnüren und nach draußen zum Laufen gehen, entdecken wir ein neues Territorium. Nicht auf der Strasse, sondern in uns. Wenn wir dann am Ende eines sehr harten Trainings oder eines Wettkampfes sind und die kleinste Reaktion unserer müden Füße herausholen wollen oder uns anstrengen, weiter zu gehen als wir jemals gedacht haben anzukommen, bringen wir ungeahnte Energien hervor. Oft dank der einfachen Geste, uns im Laufschritt weiter zu bewegen, entdecken wir, dass wir Grenzen überschreiten können, die oft nur mentaler Art sind .. und wir können Grosses schaffen. So wie ein Ingenieur der Mechanik, der an einem Fuß amputiert ist und seine Berufserfahrung und seine menschlichen Werte in den Dienst der anderen stellt; oder wie ein römischer Läufer, der seit 30 Jahren mutig in der Zivilgesellschaft tätig ist und dabei die friedensbringende Kraft des Wettlaufes nützt; oder wie wiederum ein junger talentierter Athlet, der mit nur 20 Jahren den italienischen Meistertitel in den beiden Symbolläufen der Mittelstrecke gewinnt und gleichzeitig mit großem Erfolg die Universität besucht und damit zeigt, dass der Sport im Leben vieles, aber nicht alles bedeutet. Mit ihnen haben wir für das gerade zu Ende gegangene Jahr 2009 andere 3 „stramme“ Läufer zu „Helden“ erkoren. Wir ehren sie nicht nur für ihren Beitrag zum Wachstum der Sportkultur, sondern auch für die Tatsache, dass sie unvermeidlich Beispiel für andere Helden zukünftiger Wettläufe sind.“ (Marco Tarozzi)

So einer lässt sich nicht bremsen. Auch der Verkehrsunfall vor 16 Jahren, durch den er den rechten Unterschenkel verlor, hat ihn nicht gebremst. Daniele Bonacini war ein Mann des Sports und ist es geblieben. Er überwandt das Drama, indem er sich ein paar Jahre später der Athletik zuwandte und auf den Pisten dreier Welt- und Europameisterschaften als Sprinter erschien. Aber Daniele hat mehr geleistet: mit dem Titel des Ingenieurs der Mechanik in der Tasche begann er, sich dem Problem zu widmen, welches nicht nur ihn betraf. Das Problem dessen, des Behinderten, der nicht auf den Sport verzichten wollte, aber darüber hinaus so leben wollte wie alle anderen auch. Er schaffte es, indem er sich einen Beruf schuf und eine Firma gründete, die „Roadrunnerfoot Engineering“, die „ein Gewerbe ist, welches ich buchstäblich auf meiner Haut mit einer sehr einfachen Mission gegründet habe: die Technologie dem Benutzer zugänglicher zu machen, besonders vom Gesichtspunkt der Qualität und der Kosten“. Diese Idee wurde durch ein „spin-off“ des Mailänder Polytechnikums geboren, wo Daniele lange in der Forschung arbeitete. Diese Arbeit stützt sich auf präzise und ethische Konzepte: „Wer das Drama einer verlorenen Gliedmasse durchsteht, sieht sich oft unüberwindbaren wirtschaftlichen Problemen gegenüber. Natürlich versuche ich mit meiner Firma Gewinn zu machen, aber nicht auf
Kosten der Anwender, eher durch die Konzentration auf Neuerungen und Forschung“. Hiervon ging die Studie zur Herstellung von hochwertigen Prothesen zu geringen Kosten aus, die zu wettbewerbsfähigen Preisen auf den Markt kommen. Dies führte aber auch zum Entstehen der Wohltätigkeitsorganisation „Disabili No Limits“, um denjenigenen Möglichkeiten zu bieten, die sie sonst nicht hätten. „ Wir sind in Bewegung: meine Firma ist auf dem italienischen Markt konsolidiert und nun zeigen wir uns auf dem osteuropäischen Markt und in Ägypten. Wir erproben einen neuen formgepressten Fuß, den wir zu den Herstellungskosten auf den Markt bringen. Mit „Disabili No Limits“ gehen wir nach Afrika: mit Hilfe des CCM (Komitee zur medizinischen Zusammenarbeit) werden wir ca. hundert Prothesen nach Äthiopien bringen. CCM ist eine freie Organisation zur internationalen Zusammenarbeit. Dasselbe werden wir in Ruanda mit der Stiftung Don Gnocchi tun. Wir arbeiten auch mit Art4Sport zusammen, eine Vereinigung von Bebe, einer Zwölfjährigen, die infolge einer schweren und unvorhergesehenen Form der Meningitis an allen 4 Gliedmassen amputiert wurde. Dank dieser Verbindung werde ich an 10 Jugendliche Wettlauf-Prothesen liefern. Das Ziel ist aber, dorthin zu kommen, dass wir ca. einhundert liefern, an Personen, PREISE UND AUSSCHREIBUNGEN die danach lokal betreut werden können, ohne dass man für jede Kontrolle halb Italien durchqueren muss.“

Hinter jeder Aktion Danieles steht ein Traum. Sieht man ihn bei der Arbeit, scheint der Traum durchsetzbar. „Man kann die Denkweise über die Behinderung in Italien revolutionieren. Dies geschieht, indem man eine Person von der ersten „Rennprothese“ in weniger als 4 Jahren zu den Paralympics bringt.“ Heute hat die Hoffnung konkrete Grundlagen. (Marco Tarozzi) .