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AUSLAND

DIE SITUATION IM AUSLAND

Aus einer Umfrage, die 2001 durch „Eurobarometer“ durchgeführt wurde, wird offiziell geschätzt, dass 10% der Europäer, besser gesagt 37 Millionen Menschen in der EU und 80 Millionen in ganz Europa eine Behinderung haben.
Es ist jedoch schwierig, die genaue Anzahl der behinderten Personen zahlenmäßig festzulegen, die in Europa leben, weil diese Bezeichnung äußerst variable Situationen umfasst:: sechs aus zehn Bewohnern in der EU erklären, dass sich unter den Personen in ihrem Umfeld oder dem ihrer Bekannten behinderte Personen oder Invaliden befinden und eine von vier Personen hat einen Behinderten in der Familie. Mehr als 5% der Einwohner der EU betrachten sich selbst als Menschen mit Handicap, allerdings glaubt einer von vier Befragten, dass sich 20% der Europäer in einer solchen Situation befänden.
57% der Europäer sind der Meinung, unzureichend über Handicaps informiert zu sein: während die von Krankheiten abhängigen, physischen Handicaps und die sensoriellen Handicaps (Blindheit und Taubheit) in der Öffentlichkeit verhältnismäßig gut bekannt sind , betrachten sich nur 31% der befragten Personen über mentale und physische Handicaps gut informiert“.
Mehr als 3/4 der Europäer erklären, dass ihnen die Schwierigkeiten, mit denen behinderte Personen konfrontiert werden, um öffentliche Einrichtungen, wie die Transportsysteme, die öffentlichen Verkehrsmittel oder die Schulsysteme zu nutzen, bekannt sind. Für zwei von drei Europäern sind es die lokalen Behörden, die in überzeugender Art und Weise die Lebensbedingungen der behinderten Personen verbessern, noch vor den Regierungen, den Unternehmen oder den Verbänden.
Eine große Mehrheit der EU-Einwohner ist der Ansicht, dass mehr Mittel für die Beseitigung der physischen Hindernisse bereitgestellt werden müssen, die das Leben der Behinderten erschweren. Man wünscht sich größere Anstrengungen, um ihre Eingliederung in die
Gesellschaft zu erleichtern.

Dank der bemerkenswerten Anstrengungen der Hilfsorganisationen hat sich seit 1997 der Weg zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Behinderten geöffnet: eine ständig wachsende Anzahl europäischer Städte bietet behindertengerechte öffentliche Transportmittel an, wodurch die Möglichkeit autonomer Bewegung stark verbessert wird Arbeitgeber müssen Personaleinstellungen in paritätischer Weise vornehmen und den Arbeitplatz den Notwendigkeiten eingestellter Behinderter anpassen eine behinderte Person kann gerichtliche Schritte gegen den Arbeitgeber einleiten, wenn er den oder die Behinderte während der Einstellung oder Ausbildung diskriminiert hat den Behinderten stehen immer mehr öffentliche Web-Seiten zur Verfügung die Zahl der Aufzüge, die behindertengerecht ausgelegt werden, steigt ständig an für Blinde oder schlechtsehende Personen gibt es immer mehr Geräte und technische Informations- und Kommunikationsdienste ( Handys, PCs und Software) der Euro ist mit seinen Münzen und Banknoten die Währung mit einer in Europa noch nie da gewesener Umgänglichkeit es werden immer mehr Arzneien verkauft, bei denen die Verpackungen und die Beipackzettel mit Braille-Schrift für Blinde lesbar sind behinderte Personen haben das Recht auf qualitative Assistenz, wenn sie im Flugzeug reisen, am Abflug- sowie am Ankunftsflughafen
das Europäische Jahr der Behinderten - das im Jahre 2003 gefeiert wurde – hat sowohl im lokalen als auch im europäischen Bereich ein neues Bewusstsein gegenüber der Behinderung hervorgerufen. In jenem Jahr wurden in vielen europäischen Ländern mehrere Regierungsaktivitäten und Initiativen rechtlichen Charakters gestartet.
bei der Vergabe öffentlicher Ausschreibungen für die Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen müssen die Behörden sicherstellen, dass diese Lieferungen den Zugangs-Erfordernissen behinderter Personen entsprechen 35% aller europäischer Mittel für regionale oder lokale Gebiete müssen zur Finanzierung von Projekten dienen, welche den Prinzipien der Nicht-Diskriminierung und dem ungehinderten Zugang behinderter Personen dienen die Internationale Konvention zum Recht behinderter Personen, welche im Dezember 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen wurde, ist das erste international rechtsgültige Instrument, das für die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten angewendet werden kann.

Es gibt noch sehr viel zu tun: im Hinblick auf nicht behinderte Studenten, ist es doppelt soviel behinderten Studenten nicht möglich eine Universitätsbildung zu erreicheN die Mehrzahl behinderter Kinder haben keinen gleichwertigen Zugang zur Bildung
die Einkünfte einer behinderten Person bestehen sehr häufig aus staatlichen Beihilfen anstelle Gehalt oder Lohn. Hinzu kommt, dass letztere Einkünfte wesentlich niedriger sind als solche von nicht behinderten Personen im Vergleich zu nicht behinderten Personen ist die Zahl der Arbeitslosen bei den
behinderten Personen doppelt so hoch Behinderte wohnen sehr oft in schwer zugänglichen Unterkünften unter den Behinderten hat jeder zweite noch nie an Freizeit-, Kultur- oder Sportaktivitäten teilgenommen und war noch nie im Theater, Kino, Konzert oder einer
BibliotheK Isolation und Vorurteile sind auch noch nicht abgeschafft mehr als 200.000 Behinderte sind gezwungen in geschlossenen Einrichtungen zu leben, ohne Recht auf ein eigenes Leben und ohne die grundlegenden, menschlichen Rechte die Freizügigkeit von Personen in der Europäischen Union ist für behinderte Personen nur ein abstraktes Konzept, denn sehr oft ergeben sich Hindernisse den Wohnort zu verlassen